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Newsletter 03/10
MONOPOL IM MÄRZ

Vive la Bourgeois! Mit 98 Jahren ist Louise Bourgeois auf dem Gipfel des Ruhms angekommen – und steht dort allein unter Männern. Annäherung an eine Ikone. Und ein Spezial zum Sexismus in der Kunst

Roman Ondák: Je dezenter seine künstlerischen Gesten, desto stärker gerät er in den Fokus von Kritikern und Kuratoren. Was genau fasziniert sie an ihm? Ein Besuch in Bratislava

Portfolio Jean-Luc Mylayne: Der Fotograf hält auf seinen langen Reisen Vögel in ihrem natürlichen Lebensraum fest und liefert so Wasserproben aus dem ewigen Fluss der Zeit

Pierre Soulages im Interview: Frankreichs Nationalkünstler über seine Retrospektive im Centre Pompidou, ein neues, ihm gewidmetes Museum in Rodez – und Picassos großen Irrtum

Angelika Taschens Berlin: Die besten Adressen für ein Wochenende zwischen Kunst, Champagner und Currywurst


Monopol 03/2010 ist im Handel erhältlich


EDITION
10 Farbfotografien von Roman Ondák

Roman Ondák, Jahrgang 1966, vertrat die Slowakei auf der vorigen Biennale von Venedig und erregte zuletzt mit der Wandarbeit „Measuring the Universe” im New Yorker MoMA Aufsehen. In seinen konzeptionellen Arbeiten verarbeitet er Alltagssituationen und vertraute Handlungsweisen, denen er im Kunstkontext eine neue Facette abgewinnt. So stellte er auch schon mal das Taschengeld seines Sohnes aus – einen kleinen Haufen Münzen. Diese 20-Cent-Münze entdeckte er bei einem Spaziergang durch Willington, Neuseeland – ein Ort, der wohl auch von Bratislava aus das andere Ende der Welt markiert. Der Preis beträgt 1800 Euro ohne Rahmung, zzgl. Verpackung und Versand.


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AKTUELLES
Kunstgeschichte

Der 37. US-Präsident empfand die gesamte zeitgenössische Kulturproduktion als dekadent und abgehoben. Das belegen nun veröffentlichte Dokumente, in denen er ausholt gegen die moderne Kunst.

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Michael Landy
Der 46-Jährige hat in der South London Gallery einen Müllcontainer installiert, in den Künstler unliebsame Arbeiten schmeißen können. Damien Hirst hat drei Totenkopfgemälde geschickt.

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TOP-AUSSTELLUNG
Neue Nationalgalerie

Bis 24. Mai: Das an sich strenge Erdgeschoss des Mies–van–
der–Rohe–Baus verwandelt der Künstler in ein wildes Allover: Der Teppich, mit dem Stingel den Granitboden bedeckt, besteht zwar – wie in den ausgestellten Gemälden – aus Grauwerten, das serielle Muster erinnert jedoch zugleich an bürgerliche Salonkultur und orientalisches Kunstgewerbe. Ein Grenzgang zwischen Malerei, Installation und Konzeptkunst.

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